van Ravenhorst, Wilhelmina Nellie2021-09-20T18:27:44+01:00

WILHELMINA NELLIE VAN RAVENHORST

Installation im Außenraum

Künstlerin: Wilhelmina Nellie van Ravenhorst

Veenendaal, Niederlande

Installation und visuelle Kunst

www.wnvanravenhorst.com

Workshop/Ausstellungs-SPACE: KUBAAI-GELÄNDE

Auszüge aus der Projektidee:

„Der Raum ist unsere Bühne. Es gibt viel davon, er ist überall, und er ist unendlich. Aber es gibt so viel Raum. Schauen Sie sich die Natur an, nehmen Sie die Spinne. Sie baut ihr Zuhause in riesigen Räumen, die wir für selbstverständlich halten. Die Ecken in Räumen, diese Raumabschnitte, die wir für uns selbst herausgeschnitten haben. Der Raum ist also unsere Bühne. Der Raum ist unsere Leinwand. Es ist das, womit wir arbeiten können. Aber niemand mag eine leere Leinwand. Was machen wir also damit? Wir verbinden uns mit unserer Umgebung, mit anderen, und indem wir reflektieren, verbinden wir uns mit dem offenen Raum. Auf diese Weise bauen wir ständig Strukturen auf, formen den Raum. Und die Form, die dieser Prozess annimmt, formt die Realität, die wir bewohnen.

Es überrascht nicht, dass eine sehr gute Art und Weise, dies zu veranschaulichen, die Schaffung eines Spinnennetzes ist. In einem Versuch, diesen existentiellen Prozess zu visualisieren und gleichzeitig zu inszenieren, diesen Prozess sozusagen zu performen, erschaffe ich Spinnennetze. Diese Netze bestehen aus einem einzigen Faden, den ich in den umgebenden Raum hinein- und herauswebe. Dabei entsteht eine bestimmte Form.

Bocholt ist eines dieser Netze. Die Verbindungen sind überall. Natur und Kultur sind auch in und um Bocholt miteinander verbunden, zum Beispiel durch die vielen Radwege. Für seine Bewohner ist es aber auch ein aktiver Ort (Prozess) des Miteinanders und des Zusammenlebens, sowie ein Zuhause, ein Zufluchtsort. Das Spinnennetz funktioniert als Illustration all dieser verschiedenen Facetten, die einen Raum, eine Stadt im Laufe der Zeit ausmachen.

Der verwendete Faden wird natürlich sofort an die Textilindustrie erinnern, in der Baumwollfäden zu Baumwolltüchern verwoben wurden. Das Netz wird die beiden Standorte des Textilmuseums und des KuBAai-Geländes verbinden. Darüber hinaus wird ein Teil davon in Richtung Kunsthaus zeigen, und am Kunsthaus würde es dann von außen nach innen weitergehen. Auf diese Weise würde das Netz nicht nur die verschiedenen Spaces 800 Standorte verbinden, sondern auch die Innenstadt mit dem ehemaligen Industriegebiet, den Außen- mit dem Innenraum sowie die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft.“

Foto (Skizze) © Wilhelmina Nellie van Ravenhorst
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